Was tun gegen den Babyspeck?

Was tun gegen den Babyspeck?

Wer mehr Kalorien zu sich nimmt, als er verbraucht, wird dick. Aber ganz so einfach ist es nicht. Es scheint eine erbliche Veranlagung zum »guten Futterverwerter« zu geben, der schon bei niedriger Energiezufuhr Fettpolster anlegl. Doch bis jetzt gibt es nur einen Weg, diese Reserven abzubauen: weniger essen, als man eigentlich braucht. Kinder haben dabei einen großen Vorteil: Sie wachsen. Also muß die Kalorienzufuhr über einen längeren Zeitraum sozusagen nur eingefroren werden, damit das Kind zu einem normalen Gewicht kommt. Gleichzeitig sollten die Kinder zu verstärkter sportlicher Aktivität angehalten werden, denn ein körperlich aktives Kind ist in der Regel nicht dick – so macht das Abnehmen auch noch Spaß.
Aber entscheidend ist die Unterstützung durch die Eltern, die um so schwerer fällt, wenn diese selbst übergewichtig sind. Was können Sie dann tun?

•    Machen Sie Ihre Liebe nicht vom Gewicht des Kindes abhängig. Geben Sie ihm das Gefühl, daß eine Abnahme für das Kind selber wichtig ist, nicht aber für Ihre Gefühle ihm gegenüber. Lassen Sie den Gang auf die Waage nicht zum Leistungsdruck ausarten und das Thema »abnehmen« nicht zum Hauptgesprächsstoff werden.

•    Kümmern Sie sich vielmehr stärker um Ihr Kind, lassen Sie es in der Freizeit nicht alleine – womöglich vor dem Fernseher. Gemeinsame Unternehmungen mit Schulfreunden, Hobbys und Gespräche lenken am besten vom Essen ab.

•    Kochen Sie kalorien- und gesundheitsbewußt, wie in diesem Buch beschrieben. Verbannen Sie Knabberartikel und Süßigkeiten aus dem Haus

–    für alle. Streichen Sie Säfte und Limos von Ihrem Einkaufszettel. Und besprechen Sie diese Entscheidungen und die Gründe dafür mit ihrem Kind.

•    Motivieren Sie alle, die häufig mit Ihrem Kind Kontakt haben, zur Mithilfe. Damit keine Großmutter heimlich das arme Kind mit Schokolade über den Diätfrust trösten muß.

•    Krankenkassen bieten teilweise schon Ernährungsberatungen für übergewichtige Kinder an. Dort können sie eventuell auch an Gruppentherapien teilnehmen. Denn in GeSeilschaft fällt Kindern das Abnehmen leichter.

•    Das Institut für Ernährung in 8132 Tutzing (Tel. 0 8158/2013) hat einen Kinder-Ernährungsbera-tungsservice für übergewichtige Kinder zwischen 6 und 16 Jahren entwickelt. Die Teilnehmer erhalten nach einer ausführlichen Befragung per Fragebogen alle 14 Tage per Post einen individuell gestalteten Speiseplan. Die Beratung erstreckt sich über 3 Monate. Bei fehlendem Erfolg wird sie kostenlos auf 6 Monate ausgedehnt. Die Kosten dafür betragen 245,- Euro und werden von vielen Krankenkassen unterstützt (zwischen 50% und 100%).

•    Planen Sie regelmäßige körperliche Bewegung für Ihr Kind ein. Manche Gruppentherapien haben das schon in ihrem Programm. Eine andere Möglichkeit ist der Eintritt in einen Sportclub. Unter Umständen müssen Sie da selber am Anfang mitziehen.

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